100 Jahre und noch viel vor – SPD Hennef hatte zum Jubiläumsempfang eingeladen


Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Die Redner des Abends v.l.: Mario Dahm, Björn Golombek, Hana Nora Meyer, Malu Dreyer, Sebastian Hartmann

Arbeiterlieder, vorgetragen von Uli Valnion

Das Buch zum Jubiläum

100 Jahre sind eine lange Zeit. Da gibt es viel, um zurückblicken und zu feiern. Dafür hatte die Hennefer SPD anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens zum Jubiläumsempfang in die Meys-Fabrik geladen. Die Ortsvereinsvorsitzende Hanna Nora Meyer konnte mehr als 150 Gäste, neben vielen Mitgliedern und Vertretern der Vereine auch Hennefs Bürgermeister Klaus Pipke und Hennefs Bundestagsabgeordneten und SPD-Landesvorsitzenden, Sebastian Hartmann, begrüßen, die in ihren Grußworten den vielen Parteimitgliedern in 100 Jahren für ihren Einsatz für die Stadt dankten.

Als prominente Festrednerin warf die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer nicht nur einen Blick in die Vergangenheit. Sie wies auch darauf hin, dass es in diesem Jahr noch ein anderes Jubiläum gibt, das eng mit der SPD verbunden ist. Ebenfalls vor100 Jahren führte die SPD in Deutschland das Frauenwahlrecht ein, für das sie lange gekämpft hatte. Dreyer meinte, darauf könne die Partei stolz sein, sie dürfe sich aber darauf nicht ausruhen. "Der Weg zu einer vollen Gleichberechtigung auf allen Gebieten der Gesellschaft ist noch weit, es gibt für uns noch viel zu tun", erklärte sie unter dem Beifall der Anwesenden.

Dreyer wies in ihrer kämpferischen Rede auch den Weg nach vorne. Heimatliebe, so Dreyer, könne es nur in Verbindung mit Offenheit in einem solidarischen Europa geben. Dafür stehe die SPD, während der Nationalismus immer ins Elend führte und führen wird. Dreyer erinnerte auch an jüngste Erfolge der SPD in der Bundesregierung wie etwa die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung, die Offensive für mehr und besser bezahlte Pflegekräfte, das Gute-Kita-Gesetz oder die Brückenteilzeit, die gerade Frauen den Weg zurück von Teilzeit in eine Vollzeitbeschäftigung ermögliche. Doch die SPD wolle weitergehen, erklärte die Ministerpräsidentin und verwies u.a. auf das Konzept einer Kindergrundsicherung, um Kinderarmut in Deutschland effektiv zu bekämpfen. Am Ende der Rede gab es stehenden Applaus.

Einen kurzweiligen Überblick über die 100-jährige Geschichte der SPD Hennef gaben Hanna Nora Meyer, Björn Golombek und Mario Dahm, der auch mehrere Ausstellungstafeln dazu gestaltet hatte. Die Hennefer SPD wurde am 25. Januar 1919 kurz

nach dem Ende des Kaiserreiches und den ersten freien Wahlen gegründet und traf auf erbitterte Gegenwehr der konservativen Kräfte in Hennef. Dennoch entfaltete sich bald ein reges Parteileben mit Volksversammlungen, Bildungsabenden und Maifeierlichkeiten. 1933 wurde die SPD durch die Nationalsozialisten verboten, viele Mitglieder auch aus Hennef wurden in sogenannte "Schutzhaft" genommen und verloren ihre Arbeitsstellen, wie Wilhelm Püttmann, der nach dem Ende der NS-Diktatur zum Bürgermeister von Uckerath gewählt wurde. Auch die erste Frau im Hennefer Rat stammte aus den Reihen der SPD: Elisabeth Schreck wurde 1946 in die ansonsten rein männliche Gemeindevertretung gewählt. 1969 wurden die Ortsvereine Hennef, Uckerath und Lauthausen zusammengelegt, da die kommunale Neuordnung aus den drei Gemeinden die Gemeinde Hennef machte. Zehn Jahre später schaffte es mit Hans Welbers ein Sozialdemokrat auf den Chefsessel und wurde Bürgermeister von Hennef.

Musikalisch untermalt wurde die Reise durch die Vergangenheit von Uli Valnion, der bekannte Lieder aus der Geschichte der Arbeiterbewegung wie "Bella ciao" zum Besten gab und zum Mitsingen einlud. Bereits einige Tage vorher hatte Vize-Bürgermeister Jochen Herchenbach sein Buch zur Geschichte der Hennefer SPD vorgestellt. Das Buch behandelt nicht nur die Geschichte der SPD in Hennef, sondern vermittelt auch in informativer und spannender Weise Einblicke in die Geschichte Hennefs. Das lesenswerte Buch ist bei Jochen Herchenbach oder im Internet bei "Books on Demand" für 26,- € zu kaufen. Wenn es jemand bei J. Herchenbach bestellen will, dann möge er eine Bestell-Mail schicken an  jochen-herchenbach@t-online.de ; er wird es dann umgehend mit Rechnung zusenden.






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